Vom Ferienjob bis aufs Podest
Shownotes
Themen dieser Episode: • Andreas Lengsfeld zu Gast bei K&L-Radio • Der Weg vom Ferienjob zum Ofenbauer • Deutscher Meister und Vize-Europameister mit 23 Jahren • Die VEUKO Europameisterschaft im Kachelofenbau 2026 in Wels • Präzision unter Zeitdruck • Warum ein starkes Team entscheidend ist • Persönliche Erfahrungen und besondere Momente • Die Vielseitigkeit des Ofenbauerhandwerks • Warum sich junge Menschen für diesen Beruf entscheiden sollten
Mitwirkende: • Jens Fischer • Johannes Gerstner
Transkript anzeigen
00:00:05: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts K&L Radio.
00:00:10: Hier ist wieder euer Jens Fischer, Chefredakteur vom K& L-Magazin und im Frankischen Hof.
00:00:17: da sitzt heute wieder wie immer mit dabei?
00:00:21: Der Johannes!
00:00:22: Genau und bei uns geht es heute im Podcast wirklich sportlich zu.
00:00:27: Wir haben nämlich einen Gast.
00:00:28: wir sind heute zu dritt.
00:00:30: Wir haben niemand Geringeren hier mit am Start wie den Volko Europa Vizemeister im Kachelurfenbau, den Andreas Lenksfeld.
00:00:41: Grüß dich!
00:00:41: Hallo Andi.
00:00:42: Servus.
00:00:43: Danke für die Einloggen.
00:00:44: Aber gerne.
00:00:46: Jetzt müssen wir noch verraten dass er ja aus Bad Kötzing kommt, aus dem Bayerischen?
00:00:50: Ja dann mach das.
00:00:51: Das mache ich jetzt.
00:00:52: Bad Köttzing Bayerischer Wald.
00:00:54: Mir sind vom Wolterhorn.
00:00:55: Da kommen nicht meine Eltern her.
00:00:57: Deshalb kenne ich das ganz gut.
00:00:58: Weiter Johannes, komm.
00:00:59: Ach so!
00:01:01: Ich soll jetzt noch irgendwas erzählen.
00:01:02: also wo findet denn eigentlich diese Meisterschaft statt?
00:01:05: Das hast du mir aufgeschrieben und ich weiß es auch weil ich schon mal mit dabei war.
00:01:08: die findet nämlich in Welsstadt in Österreich immer im Rahmen der internationalen Fachmesse für Kachelöfen und Karamik Und nicht jedes Jahr sondern alle vier Jahre.
00:01:20: nachdem die Messe alle zwei jahre stattfindet ist Es auf jeder zweiten Messe.
00:01:24: ins habe ich das jetzt richtig ausgerechnet?
00:01:25: dass hast Du ganz richtig gesehen Andi, jetzt ist es zwar schon ein paar Tage her.
00:01:31: Ich glaube das müsste Ende Januar Anfang Februar gewesen sein aber trotzdem herzlichen Glückwunsch natürlich noch mal auf jeden Fall an dieser Stelle zur Vizee Europameisterschaft.
00:01:40: zu dem Titel Du bist in drei und zwanzig Jahre alt du hast seit zwei tausend vierundzwanzig deinen Meisterbrief.
00:01:48: Du wurdest zwanzich fünfundzwannzig im Vorentscheid Deutschermeister im Ofen-Luftheizungsbauch hast dich somit qualifiziert Und nun hast du ja dann auch auf europäischer Ebene überzeugt.
00:02:01: Da war schon viel los in kurzer Zeit, oder?
00:02:04: Ja, schon!
00:02:07: Aber eigentlich ist vergangen wie im Flug die Zeit, weil irgendwie von der Meisterschaft zum Training also da sind Wochen vergangen als wir einen Tag haben und hat auch mega Spaß gemacht.
00:02:23: Also das war wirklich eine tolle Erfahrung.
00:02:27: Was mich jetzt so interessieren würde, man wird ja nicht einfach von heute auf morgen Büropameister oder Handwerksmeister.
00:02:38: Wie begann denn eigentlich dein beruflicher Weg in den Ofen- und Luftheizungsbau?
00:02:42: War das immer schon klar vom Geburt an?
00:02:44: Oder hat es dich irgendwann mal überfallen nachts?
00:02:49: Nein, also eigentlich hatte ich alles angefangen.
00:02:53: Da war ich damals bei einem Geburtstag von meiner Oma und da hat mich mein Onkel nachgefragt, ob er Geld braucht.
00:03:02: Und so ist dann irgendwie gekommen, dass ich einen Fährendjob mache und dann habe ich eigentlich nach dem ersten Tag gewusst das Mächte machen.
00:03:10: Dann habe ich viele Fährenjobs gemacht auch beim Müller Show.
00:03:13: also seitdem, dass sie Fährentjobs macht bin ich schon immer beim Mülla gewesen Und dann habe ich den Ausbilder
00:03:26: abgefahren.
00:03:27: Das ist wie im richtigen Leben bei uns.
00:03:29: Immer Geld, ne?
00:03:30: Sag mal!
00:03:32: Wir waren jung und brauchten das Geld.
00:03:33: Genau.
00:03:39: Mein anderen Onkel, der ist auch Heizungsbauer.
00:03:43: Da war er dabei, hat man einen Heizungsaug angeschaut.
00:03:45: KFZ haben wir mal angeschauen.
00:03:48: Dachdecker wollte man ausschauen aber da ist Ofenbader zwischen
00:03:51: gekommen.
00:03:51: Gut so.
00:03:54: Das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
00:03:58: Dann hast du die ersten Schritte erfolgreich in deiner Karriere gemacht, den Meistertitel mit abgeräumt sozusagen?
00:04:07: Wie kam das jetzt dazu, bewahrtende Impuls zu sagen, Mensch ich mach dabei diese Europameisterschaft mit!
00:04:14: Ja das ist eigentlich erst so mit der Zeit gekommen.
00:04:18: Ich habe die Ausbildung noch fertig gemacht.
00:04:25: Zuerst war ich kaum ein Sieger und dann hat man sie anmelden können.
00:04:28: Dann war er Landessieger, mitten drin kam der Post rein als Bundesseger geworden.
00:04:34: Da waren wir in Würzburg damals, da hat uns der Söder geerd als Bundes-Sieger.
00:04:40: Und dann habe ich ein paar Tölze, meine ehemalige Berufsschullehrer.
00:04:44: Und den habe ich alles verzerrt.
00:04:45: und dann hat er nicht gefragt, ob das was für mich wäre eigentlich.
00:04:48: Dass wir mal bei der Europameisterschaft teilnehmen.
00:04:51: Ja cool, da brauchst du schon ein Wettkampferfahren.
00:04:54: also dann war ja auch schon so eine sportliche Vorgeschichte da.
00:04:59: Und das Siege ist eigentlich vor die ganzen Berufsschulen oder so wie es abgelaufen ist?
00:05:03: Ja und dann nachdem wo mit der Jürgen Hauptmann der Versam ist er der berufsche Lehrer aus München.
00:05:10: Der hat mir dann gefragt, ob ich mal so oder möchte und dann halt mitmacht.
00:05:17: Super!
00:05:18: Und wenn du jetzt auf den Wettbewerb zurückschaust – was war da die ganz besondere Herausforderung für dich?
00:05:25: Eigentlich die größte Herausforderung war eigentlich den Zeitstress- und Zeitdruck, ja präzise Arbeit zu leisten eigentlich, da er jetzt mal so... Weil du machst dir wirklich jede Arbeitsschritte, was du machst.
00:05:37: Du hast ja schon irgendwie geplant und gestrickt.
00:05:40: Und der Mann einfach sitzen weil wenn es da um Millimeter fehlt dann fehlen da halt einfach viele Punkte.
00:05:48: Und jeder Punkt zählt bei der Meisterschaft dann nicht.
00:05:52: Also ich war ja schon ein paar Meisterschriften dabei.
00:05:55: Nicht nur im Offenbau sondern auch beim Fliesenlegern zum Beispiel.
00:05:58: Deshalb weiß ich dass die vom Ablauf her ist das so, dass alle Teilnehmer identische Aufgabe bekommen.
00:06:06: Jedes Detail zählt, hast du gesagt?
00:06:08: Jetzt ist Ofenbau ja auch ein, wie ich jedenfalls finde besonders kreativer Beruf im Vergleich jetzt zu Greifzeitmechaniker.
00:06:17: da ist man dann nicht ganz so kreativ, da muss halt das Auto wieder laufen.
00:06:20: aber wie ist denn das?
00:06:22: bleibt denn noch Raum für Kreativität bei einer solchen Europameisterschaft?
00:06:26: oder ist man da schon sehr sehr eingeengt?
00:06:30: Also da findet meiner Meinung nach ist der Kreativität nicht wichtig, weil es eigentlich nur das absolvieren soll, was eigentlich gefragt wird.
00:06:40: Und umso mehr Kreativity, dass man mit einbringt... Das kostet viel mehr Zeit!
00:06:45: Also das ist mal aufgefallen bei der Schweizerin zum Beispiel.
00:06:50: Es gibt so den einen Punkteabschnitt Fugenbild und sie hat alle Fugen oder alle Kacheln auf Press gesetzt Und jetzt hat sie ja alle Kacheln hinterhaut und durch das Hinterhauen hat sich auch schon ein bisschen Zeit verloren, wo es am Schluss wieder ein Nachteil für sie war.
00:07:08: Also wenn man da etwas mehr Kreativität einbringen wollte oder mehr sein Handwerk, was man daheim macht dann kostet es eher mehr Zeit.
00:07:18: Ja die Zeitvergaben sind ja relativ streng organisiert.
00:07:22: bei der Meisterschaft, ich habe das ja auch vor Ort gesehen Gab es da jetzt besondere Situationen während des Wettbewerbs, wo du gesagt hast, jetzt ist der Druck am allerhöchsten?
00:07:35: Ja das ist meistens am letzten Tag dann.
00:07:38: Da wenn's dann Nachmittag zugeht die letzten zwei drei Stunden was zum Verputzen geht ob er richtig anzieht oder putzt, da ist man leider nicht so gut gegangen.
00:07:50: Da hat noch der Putz nicht angezogen, er füllte wieder in die Delle oder so raus.
00:07:55: Also das war eine Katastrophe!
00:07:58: Dann musste es noch ausfügen und dann einen ganzen Ofen selbst noch putzen.
00:08:01: Und da sollte auch einigermaßen der Ofen gut ausschaut.
00:08:04: Also da war der meiste Zeitdruck eigentlich... ...und dann schwitzt man wirklich dann.
00:08:09: Das ganze Publikum steht im Hintergrund.
00:08:12: Es sind noch über hundert Leute hinter den ganzen Banden gewesen.
00:08:15: also das war schon mega Druck
00:08:18: Hast du aber gut gemeistert.
00:08:20: Also da muss man auch wahrscheinlich ein perfektes Selbstmanagement haben, um sich da selbst gut organisiert durch diesen Wettkampf zu bringen?
00:08:29: Ja das schon!
00:08:31: Ich habe mich mit meinem Trainer mit einem Bock, mit Josef Bock, am Abend davor einen Zettel geschrien, welchen Arbeitsschritt ich in Zeitangabe schaffen möchte.
00:08:45: Hat dann auch so Hikar eigentlich
00:08:48: Du jetzt mal, das war jetzt Anfang des Jahres.
00:08:51: Du hast jetzt ein bisschen Abstand dazu.
00:08:55: Am Anfang hast du ja auch gesagt es ist dann aufregend.
00:08:58: aber wie fühlt sich's jetzt so an?
00:08:59: Auch in deiner täglichen Arbeit als Vize-Europameister fragen dich Kunden danach.
00:09:05: Sprichst du Kunden drauf an?
00:09:06: Stehts auf deinem Auto?
00:09:08: Nein, das ist jetzt nicht.
00:09:09: Also kundenansprechen da jetzt eigentlich nicht.
00:09:12: Das macht eher mein Chef dann Der Ferdinand, der verzeugt das dann schon aber gerne.
00:09:19: Weil er ist auch stolz drauf und wir haben jetzt schon einige Seitungsartikel gehabt.
00:09:26: Als erstes diese Woche war es für den Mittelbeide noch einer rausgegangen.
00:09:30: Und da habe ich seitens die Woche erlebt dass sie direkt in der Öffentlichkeit von drei Personen abgesprochen haben.
00:09:37: Ich hab dich gesehen in der Zeitung Freut mich.
00:09:41: Machen wir erst Muschhoffer, ja?
00:09:42: Nein, das freut dann schon mal!
00:09:45: Weil es so ist...
00:09:46: Ja auf jeden Fall.
00:09:48: Auf jeden Fall ... Nee da soll auch nicht nur dein Chef und dein Thema auf die Stolz sein vor allem du selber auf dich.
00:09:55: Das ist also wirklich ganz stolz sein auf jeden fall So für dich persönlich nach dieser Challenge Break.
00:10:04: ich mache die Frage nochmal mit dem Versprecher Lassen
00:10:11: alle Versprecher heute mal drin.
00:10:12: Ausnahmschweiße!
00:10:13: Schmeine Sherry, nicht deine Sherry.
00:10:16: Schere Digi, schere... Okay gut.
00:10:18: Und
00:10:20: die aus der Challenge?
00:10:22: Was für neue Erfahrungen für die Zukunft nimmst du da ganz persönlich jetzt mit?
00:10:29: Man muss ja schon in einer bestimmten Zeit viel Arbeitsschritt durchplanen eigentlich und dann halt den.
00:10:36: Dann braucht man wirklich ein gutes Stressmanagement, sage ich jetzt mal.
00:10:40: Und ich habe euch auch gesehen wie wichtig das ein Teamwork ist.
00:10:44: Also wenn man ein gutes Team im Hintergrund hat dann ist man da noch voll gestärkt.
00:10:49: dabei so einen Wettkampf.
00:10:51: und also der Ziegler Hubbert, der ist einmal Trainer gewesen und Josef und mein bester Freund und wo sei mein Chef?
00:10:57: Ist eine Pferde die er hat mit einem während des Wettkämpfe ein bisschen abgelenkt wieder, also ein bissel runtergekommen.
00:11:02: So haben wir mit irgendwelchen Themen aufgelockert.
00:11:06: Ja, und da sagt man einfach, weil wichtig das ein gutes Team im Hintergrund ist.
00:11:12: Also auf jeden Fall gehen da nochmal ganz viele große breite dicke Grüße raus an das Team, an die Trainer, an alle Unterstützer, die hier den Andy unterstützt haben für diesen Wettbewerb daran teilzunehmen.
00:11:26: in der Vorbereitung also Daumen hoch an alle, die da im Hintergründ mitgewirkt haben.
00:11:32: Zum Schluss die wichtigste Frage Warum?
00:11:36: Sollte ein junger Mensch heute den Beruf des Ofenbauers wählen?
00:11:40: Ja, weil ich würde sagen das ist einer der kreativsten Berufe eigentlich was es so gibt.
00:11:45: Weil wir haben ja wirklich alles auf einen Haufen Samtgeschmissen, sag ich jetzt mal.
00:11:50: Also wir haben auch vom Mauer- und Fliesenlegen verputzen, Elektriktum, man muss mit der Heizung ausgehen, also mir muss man voll mit Metallkonstruktionen auch, dass sonst Sonderbaumachern machen muss, wo's da selber austauscht irgendwie und schweißen und metallarbeiten.
00:12:06: so vielzeitig, dass man sich auch im privaten Bereich eigentlich sehr viel helfen kann.
00:12:10: Es fehlt eigentlich nur der Dachstuhl und dann hast du dein Haus gefühlt schon bald nicht?
00:12:15: Also da bin ich schon stolz drauf, dass mir jeden Tag auch was anderes sagt und dass ich das so gelernt habe... Ja, da gefreut mich einfach jeden Tag auf seine Arbeit.
00:12:25: Super!
00:12:26: Das nehmen wir glaube ich richtig gerne somit.
00:12:29: Das ist ein perfektes Statement hier zum Schluss.
00:12:33: Auch für
00:12:33: uns ein Vorbild Jens, oder?
00:12:34: Ja
00:12:36: absolut!
00:12:37: Wenn ich nicht Chefredakteur wäre dann wäre ich glaube Karol Ofenbobber.
00:12:42: Dann würden wir uns auch jeden Tag auf unsere Arbeit freuen.
00:12:45: aber das tun wir ja so auch.
00:12:46: Genau, auf jeden Fall.
00:12:49: Andi an der Stelle vielen Dank die US runter.
00:12:52: Wir bedanken uns ganz herzlich für deine Zeit dass du die, die du heute für uns genommen hast und ich würde sagen Johannes Das war's für heute.
00:13:03: Viel Spaß, lasst euch gut gehen!
00:13:05: Wir hören uns bis zum nächsten Mal, ciao!
00:13:07: Bis zum nächsten mal, tschüss!
Neuer Kommentar